Reisen beginnt im Kopf - der MERIAN-Podcast

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00:00:05: Reisen beginnt im Kopf, der Mirian-Podcast.

00:00:14: Diese Folge wurde unterstützt von Freiburg Tourisme und Schweiz-Tourismus.

00:00:19: Tinkham!

00:00:20: Hast du schon mal gejodelt?

00:00:21: Nur

00:00:21: weil ich aus Bayern

00:00:22: komme?!

00:00:24: Äh...ne.

00:00:25: Ne.

00:00:25: Du etwa nicht für Ungut?

00:00:27: aber das kann ich mir gar nicht vorstellen.

00:00:29: Ich hab das jetzt aus beruflichen Gründen mal versucht, mit einer Lehrerin.

00:00:32: Mit der Mali's und zwar mitten in den Freiburger Voralpen so richtig mit Bergkulisse und Kühen als Publikum.

00:00:39: Das war

00:00:39: wahrscheinlich besser so, dass die Kühe beim Publikums waren?

00:00:42: Ja, das stimmt!

00:00:43: Ich erspare euch jetzt auch den O-Ton.

00:00:45: aber was ganz gut geklappt hat, was ich auch ausprobiert habe... ...ich hab bei den Kühen Alpern gespielt und da kam tatsächlich ein paar Töne raus.

00:00:53: Das wollen wir natürlich genauer wissen.

00:00:56: Aber jetzt erst mal herzlich willkommen an alle, die zuhören.

00:00:59: Ihr seid hier bei Reisen beginnt im Kopf dem Podcast des Reise- und Kulturmagazins Mirian.

00:01:04: Mein Name ist Tinka Dippel Ich bin die Chefredakteurin von Mirian Und mit auf unserer Bergtour ist heute wie immer Silvia Tipurski.

00:01:12: Bonjour.

00:01:13: Wir sind heute nämlich im französischsprachigen Teil der Schweiz unterwegs Genauer gesagt in Kanton Freiburg oder Fribourg.

00:01:19: Nur damit es keine Verwirrung gibt Es geht nicht um das Freibog in Baden-Württemberg.

00:01:24: Obwohl es da auch sehr schön ist, dazu könnten wir auch mal eine Folge machen?

00:01:27: Ja unbedingt!

00:01:29: Aber wir fahren heute nach Fribourg in der Schweiz gar nicht weit übrigens von Freiburg im Breisgau Da wäre man jetzt so in knapp zweieinhalb Stunden da.

00:01:36: Im Schweizer Fribour waren wir beide schon Du im vergangenen Jahr auf deiner großen Sommersause durch die Schweiz und davor allem in der Stadt Fribbourg Und ich war dieses Jahr im Mai da und habe mir das Umlaut ein bisschen angeschaut.

00:01:49: Und in beides nehmen wir euch heute mit, in die wirklich charmante lebenswerte Kantonshauptstadt.

00:01:55: Aber auch in kleinere Städte und Dörfer wie Murten, Jaun, Charmé und Greiaz oder Crière.

00:02:03: Da müssen wir natürlich über Käse sprechen!

00:02:06: Keine Sorge das Essen kommt heut nicht zu kurz.

00:02:08: Das wäre ja auch sehr schade denn der Grier- oder Greiazer... Ich finde Crières ist der viel bessere Name.

00:02:14: Ja

00:02:14: find ich auch.

00:02:15: Es ist wirklich ein toller Käse Berühmtheit, also

00:02:20: ein kulinarisches Weltwunder.

00:02:22: Ja

00:02:22: so könnte man das auch sagen und es gibt noch jede Menge andere sehr gute Lebensmittel und Restaurants vor allem natürlich in der Stadt Freiburg.

00:02:31: Auch deswegen freue ich mich so dass es heute in die Schweiz geht.

00:02:35: Es ist ja einer meiner absoluten Reisefavoriten.

00:02:39: Ich habe euch in diesem Jahr schon in einer früheren Folge vom Genfasee erzählt und heute bewegen wir uns ein bisschen weiter östlich.

00:02:45: In Friburg, das liegt so zwischen Bern und Losan.

00:02:48: Fribburg ist also das Kanton ne?

00:02:51: Ist flächenmäßig eher klein etwas mehr als halb so groß wie das für Größen vergleich immer gern herangezogene Saarland Und seine Hauptstadt ist auch keine Riesen Jedenfalls im Vergleich zu Zürich, Genf oder Basel.

00:03:05: Und ähnlich wie beim Saarland viele haben Friburg noch nicht so oft dem Schirm und aus Reiseerfahrung wissen wir das ist meistens gar nicht so schlecht.

00:03:14: Hier ist es sogar ziemlich gut!

00:03:17: Denn ihr kommt da an und erwartet nicht viel rund und im Hauptbahnhof ist auch noch nicht soviel.

00:03:22: Und dann taucht ihr ein, taucht immer tiefer ein und läuft und guckt und fragt euch wie kann es sein dass es ziemlich in unserer Nähe eine Stadt und so eine Umgebung gibt?

00:03:34: die immer noch eine Entdeckung ist.

00:03:36: Das stimmt, es ging mir genauso.

00:03:37: Gleichzeitig ist Fribourg aber auch überhaupt nicht provinziell.

00:03:40: Es ist ne Universitätsstadt mit zehntausend Studierenden.

00:03:43: Das ist immerhin ein Viertel der Einwunden und das stimmt!

00:03:47: Das ist hier nichts überwältigend groß außerhalb jetzt nur in die Berge Und das finde ich auch so dass schön an der Schweiz ist alles so übersichtlich und alles hat so seine Ordnung vor allem die Bahn.

00:03:56: Das is kein Klischee und hat mich als viel Bahnfahrerin auch wieder mal sehr beeindruckt.

00:04:02: Ich war ja im ganzen Kanton unterwegs und bin da selbst in total kleine Dörfer mit Bus- und Bahn gefahren, hatte zum Teil nur paar Minuten Umsteigezeit.

00:04:10: Und da denkst du als Deutsche natürlich das ist der Plan eines Wahnsinnigen.

00:04:13: aber es hat halt immer geklappt weil die Schweizer wie übrigens auch andere in Europa einfach ordentlich Geld in ihre Bahnen stecken.

00:04:20: Die Schweiz glaube ich jedes Jahr um die vierhundertfünfzig Euro pro Kopf.

00:04:23: bei uns sind das irgendwie inzwischen knapp zweihundert aber jahrelang war's einfach viel weniger.

00:04:28: Wer unsere Genfa-Seefolge gehört hat, weiß dass es mir auch so ging.

00:04:32: Ich dachte ständig das kann nicht klappen!

00:04:34: Aber bahntechnisch sind wir aktuell halt leider eher ein Entwicklungsland, da ist Verkehrspolitisch einiges verpennt worden.

00:04:41: Noch ein Tipp wenn ihr mit der Bahn fahrt es gibt in der Schweiz den Swiss Travel Pass.

00:04:45: Den kann man für mehrere Tage buchen und man kann damit nicht nur alle öffentlichen Verkehrsmitteln in einen Städten nutzen also auch Busse sondern auch Schiffe, Teilsbergbahnen und bekommt damit Eintritt in mehr als fünfhundert Museen.

00:04:58: lohnt sich wenn ihr ein bisschen was vor habt?

00:04:59: sehr so.

00:05:00: Aber jetzt steigen wir mal aus der Bahn aus und gehen rein nach Fribourg.

00:05:04: Und ich schlage vor, wir verschaffen uns in einem netten Café erst einmal einen Überblick über die Stadt.

00:05:09: Der perfekte Ort dafür ist gar nicht weit vom Bahnhof.

00:05:11: Da könnt ihr zu Fuß hingehen und übersehen könnte es auch nicht.

00:05:15: Das liegt nämlich in einem enormen Gebäude aus Beton, dem Theatre-Equilibre.

00:05:20: Und ich sage es gleich dazu im Verlauf dieser Folge sind Betonbauten eher eine Rarität!

00:05:25: In diesem Bau ist zum einen das Theater mit einer barm ersten Stock übrigens mit tollem Panorama Blick auf die Berge und unten im Erdgeschoss ist ein Café der Bäckerei oder Boulangerie Brüe.

00:05:37: Die haben unfassbar leckeres Sauerteigbrot und weil sie so gut sind, ist es da auch immer recht voll.

00:05:45: Wenn ihr Glück habt, ist das alte Ledersofa hinten rechts frei und da lümmelt ihr euch jetzt rein.

00:05:50: Trinkt ein Kaffee und könnt Pläne für Freiburg schmieden!

00:05:54: Weil praktischerweise es hier zwei Meter neben dem Café auch die Touristen-Info.

00:05:58: Schreiben wir euch natürlich alles in die Shownotes.

00:06:01: Ich

00:06:01: fahre auch im Café und fand das super aber sollte mal zu voll sein dann kannst du auch ins Café de Grand Place gehen.

00:06:06: Das ist nur so ein paar hundert Meter weiter an einer riesigen Rasenfläche gelegen.

00:06:11: Da kannst du gleich noch einen Fribourg-Highlight abhaken, während du dein Kaffee trinkst.

00:06:15: An dieser Rasenfläche steht der Brunnen den der berühmteste Friburger der Welt gebaut hat.

00:06:20: Das ist der Bildhauer Jean Tangeli.

00:06:22: Wobei ich ehrlich sagen muss, Ich fand die Werke, die man von ihm im Tangoli Museum in Fribur sehen kann total faszinierend zum Beispiel so ein fünf mal sechs Meter großes Installationswerk mit Rädern, die sich drehen können und Kinderdreirat.

00:06:37: was da dran gebaut ist.

00:06:38: Das ist faszinierend, aber dieser Brunnen war jetzt nicht so meins.

00:06:42: Ich habe das Tangeli Museum leider nur von außen gesehen und es hatte zu als wir da waren.

00:06:46: Es war Montag.

00:06:47: Unser Freuter war ich, dass es einiges an Kunst- und Skulpturen im öffentlichen Raum gibt in Friburg.

00:06:52: Und Tangelisbrunnen hab' ich mir gern angesehen.

00:06:55: Das ist eben auch ein großes Betonbecken im Sommer mit Wasser und an der Mitte steht eine Konstruktion aus verschiedenen Beteilteilen also auch Räder, Stangen, Düsen aus den Wasserspritzen.

00:07:06: Jedenfalls Terngeli hat es für seinen Freund, den Rennfahrer Josie Fert gebaut.

00:07:11: Nachdem der bei einem Autorennen verunglückt war.

00:07:15: Also mein persönliches Highlight waren eine ganz andere Konstruktion und dies auch nicht weit weg die Standseilbahn.

00:07:21: Die ist genial.

00:07:22: Damit sind wir auch gefahren, die Seilbahn oder Phynikulaire verbindet die Oberstadt von Freiburg mit der Unterstadt im Flusstal.

00:07:29: Freibur liegt an dem Fluss Sahne oder Sarin in Französischem.

00:07:33: Die sieht man von hier oben wie sie da unten ihre Kurven und Schleifen zieht.

00:07:38: das ist ja immer total toll finde ich für eine Stadt so ne Dramaturgy zwischen oben und unten diese Wehrmauer wo du durchlaufen kannst Dafür, dass die Stadt ja relativ kompakt und klein ist, ergeben sich irre viele Perspektiven.

00:07:52: Und du kannst ganz viel laufen entdecken!

00:07:55: Das ist wirklich sehr, sehr besonders.

00:07:58: Und das Ganze dann gerahmt von diesen Bergen... Also wenn man so an der Bergstation dieser Bahn steht, dann versteht man die Stadt erst zu richtig.

00:08:06: So siehst dann eben diese ganze Anlage.

00:08:08: Unten ist eher der mittelalterliche Kern das Au-Quartier.

00:08:13: Da stehen Handwerkerhäuser und die frühere Brauerei Kardinal.

00:08:18: Sie hat übrigens vor fast hundert- dreißig Jahren auch die Standseilbahn bauen lassen für ihre Arbeiter, leider wurde sie dann zweitausend elf geschlossen, auch wenn es die Marke noch gibt.

00:08:27: aber das Bier wird heute von einem größeren Konzern hergestellt.

00:08:31: Mir hat auch ein alt eingesessener Friburger gesagt, der lebt seit vierzig Jahren in der Stadt.

00:08:36: Der meinte das Kardinal schmeckt ja irgendwie heute anders als früher.

00:08:39: Das hat wirklich einen Grund denn es wird einfach nicht mehr hier mit dem eigenen Quellwasser von vor Ort gebraut sondern mit einem anderen Wasser.

00:08:47: Kann ich

00:08:47: mir gut vorstellen!

00:08:48: Aber bevor wir an der Brauerei im Tal vorbei kommen müssen wir noch einmal oben am Rüdesalp diesen Ausblick genießen.

00:08:55: Hier verstehst du erst so richtig, dass du in den Voralpen bist.

00:08:59: Du siehst neben der Unterstadt und dem Fluss weiter hinten die Felswände, die da so richtig hoch aufragen.

00:09:05: Und du siehst die Stadtmauer mit ihren Türmchen und Touren, die um Freiburg herum gebaut wurde.

00:09:10: Ganz in der Nähe siehst du eben die Berge – den Hausberg Moulissant und den Kaisereck wo es Skigebiete gibt und den höchsten Berg dagegen.

00:09:19: Das ist der Vanill Noor, der ist fast zwei Tausend vierhundert Meter hoch sehr beliebt.

00:09:25: Also ich, die in Hamburg die Berge immer so doll vermisst.

00:09:28: Ich hätte da stundenlang stehen und gucken können mit den Augenwandern besser gesagt.

00:09:32: Ich benutze jetzt mal ein Wort das selten gut klingt.

00:09:35: hier finde ich es passend!

00:09:36: Eine Augenweide dieses Fliehbogen.

00:09:39: Das stimmt.

00:09:39: Es passt auch gut zu diesem grünen Aukwartier

00:09:41: ja mit

00:09:42: diesen blauen Fluss der sich also durchflängelt.

00:09:44: Ja.

00:09:45: Ich fand die Aussicht auch wirklich schön aber wir klärt dann jetzt mal in das Phonikulaire.

00:09:49: Da sind so zwei Grüne Waggons aus Holz also sieht wirklich aus wie vor hundertfünfzig Jahren.

00:09:54: Und die tanken dann erst mal, wenn sie da oben sind.

00:09:56: Bevor Sie runterfahren und was sie tanken das ist kein Benzin oder Strom sondern Wasser ab Wasser.

00:10:04: also eine wirklich geniale Konstruktion.

00:10:07: Wenn die Tanks dann voll sind Dann sind sie schwer genug um diese zweite Bahn die von unten nach oben kommt nach oben zu ziehen.

00:10:13: Also ich finde es eine super Idee.

00:10:15: Ja total und auch ein großer Spaß.

00:10:17: Unten isst man in paar Minuten.

00:10:19: Du kannst auch runterlaufen zur Parallel Und von hier kann man dann direkt zum Ufer der Sahne schlendern.

00:10:26: Die ist übrigens total flach, da kann man im Sommer sehr schön auch mal einfach... So durch Warten und die Wartenkühlen.

00:10:32: Und Thymbad gibt es auch hier unten, das Motta-Bad.

00:10:36: Das sieht man von oben, sieht sehr cool aus!

00:10:38: Da kannst du dann mit bester Aussicht auf die Oberstadt wiederum seine Bahnen ziehen.

00:10:44: Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich da auch reingegangen?

00:10:46: Ich auch.

00:10:46: Aber ich habe noch einen schönen Ort zum Abkühlen, das ist das Café de la Marionette.

00:10:50: Das ist direkt in der großen Flussschleife vor der Sahne wo sich diese feuchteile Sandsteinwand auftürmt.

00:10:58: Das sind ja bestimmt weiß ich nicht so... die hoch ist.

00:11:01: Also eine wunderschöne Naturgegend, das liegt gleich hinter einer der bekanntesten Brücken der Stadt, die Pondue-Milieu.

00:11:07: In diesem Café de la Marionette sitzen dann auch gerne mal nicht nur Touristen sondern auch wirklich alt eingesessene Fribourgeoisen.

00:11:15: Die lesen dann ihre Zeitung oder treffen sich irgendwie zusammen auf dem Café und dann gibt es da noch einen kleinen Garten vor der Tür, der so direkt am Fluss liegt.

00:11:24: also das fand ich total super und da kannst du ein Eistee trinken oder in deinem Fall vielleicht einen Karandinal?

00:11:30: Dieses ganze Setting hier, das umzugefallen hat.

00:11:33: Das hat eins auch dem Maler William Turner angetan.

00:11:37: Der war viel unterwegs, auch sechsmal in der Schweiz.

00:11:40: Er mochte das Land offenbar so gern wie ich und mit Ansichten von Fribourg hat er ein ganzes Skizzenbuch gefüllt.

00:11:47: Ein früher Reiseinfluencer sozusagen dieser Turner.

00:11:50: Ja, der war vor allem von der Stadtansicht hier unten so fasziniert und seine Skizzens sind heute Tate Gallery.

00:11:56: Also Fribourg kann man auch da schon sich angucken und darauf siehst du wie die Oberstadt, wie sich das gestapelt über diesem Au-Quartier turmt.

00:12:07: Und über allem thront die gotische Kathedrale San Nicolas.

00:12:11: Das ist neben dem Kaisereck und dem Vanille Noir noch so eine Wegmarke hier in der Gegend mit einem seventy-sechzig Meter hohen Turm.

00:12:20: Genau, den kann man auch raufklettern.

00:12:21: Ich hab das an dem Tag nicht gemacht weil ich schon die Wehrmauer belaufen hatte mit vielen Treppen aber ich war drin natürlich in der Kathedrale und die ist schon toll!

00:12:29: Mit diesem barocken Altar, mit Marmor-Säulen ganz unterschiedlichen bunten Glasfenstern.

00:12:35: also wirklich wunderschön.

00:12:37: Und falls ihr nächstes Jahr im Juli oder August in Fribourg seid dann kommt mittags um Viertel nach zwölf da vorbei.

00:12:42: Dann gibt es nämlich immer ein Orgelkonzert und jetzt Ende September gibt es dann Orgelfestival mit noch mehr Konzerten.

00:12:49: Diese ganzen Infos und Ansichten müssen jetzt erst mal verdaut werden, Selvia.

00:12:55: Zeit für eine Pause!

00:12:57: Friburg ist ja bekannt für sein Käse – da kommen wir sicher noch zu – und somit auch für seinen Käse von Dü.

00:13:03: Wir waren mitten im Sommer da.

00:13:04: Es hatte gut dreißig Grad, wir waren viel gelaufen.

00:13:08: also diese Stadt die bringt einen in Bewegungs muss man echt sagen fast automatisch.

00:13:12: mein Sohn hat dann abends noch so ein Rappel bekommen und ist dieses schmalen Gassen die steil nach oben führen so hoch gesprintet das heißt noch eine kleine Trail-Running Einheit gemacht.

00:13:21: ich musste immer die Zeit stoppen.

00:13:23: Also der mochte es auch sehr dort.

00:13:24: Das hatten wir total gemerkt Und Dann hatte er natürlich Hunger.

00:13:28: Aber bei Dreißig grad kriegt man da noch ein Käsefondtü.

00:13:32: Ich hab mich das auch gefragt, ich kannte das ja mehr so als Skihütten essen.

00:13:36: Aber weit gefehlt!

00:13:37: Zehn Minuten zu Fuß von der Kathedrale und wir saßen mitten in der Fußgängerzone im sehr netten Café de Medie.

00:13:44: Ich muss gestehen dass mir so ein Käsetopf bei der Hitze zu heftig gewesen wäre.

00:13:48: Die hatten auch sehr guten Lachstata aber mein Sohn und mein Freund haben richtig reingehauen.

00:13:54: Das war echt ein lustiges Bild.

00:13:55: Es waren für mich so zwei Dinge, die ich eigentlich noch nie zusammen gedacht oder je zusammengebracht hätte und es war eine total nette Stimmung.

00:14:04: Das ist so ne Fußgängerzone.

00:14:06: in Sichtweite war auch ein McDonald's.

00:14:07: also dabei hat sich alles möglich.

00:14:09: aber dieses Café, den mit ihm ist wirklich sehr nett, wir hatten auch guten Wein, den man ja auch braucht zu diesem Fondue.

00:14:15: Und am demtisch saßen auch so zwei Damen Essen überkommentiert haben und es anerkennt genickt haben, als dieser Käsetopf immer leerer wurde.

00:14:25: Wow!

00:14:26: Das

00:14:26: muss man erst mal schaffen?

00:14:27: Ja auf dem Weg sind wir am Esbastirangoli auch vorbeigekommen also dem Museum das leider zu hatte.

00:14:33: Man ist ja auch schnell durch falls man jetzt sagt mach ich das nicht aber man kann das wirklich... auf jeden Fall gerne mitnehmen.

00:14:39: Da sind auch Werke seiner Frau zu sehen, die ist nicht weniger berühmt, Nikky de Saint-Fal.

00:14:45: Die kennt ihr vielleicht also beziehungsweise ihre runden bunten Frauenfiguren, Nanas, die stehen zum Beispiel in Hannover und noch ein Kulturtipp.

00:14:53: wenn Zeitgenössische Kunst... Wenn das nicht so euer Ding ist dann schaut im Museum für Kunst und Geschichte vorbei!

00:14:58: Das steht fast nebenan und da kann man die Stadtgeschichte nach erleben über die Exponate ne?

00:15:03: Da gibt es dann Ritterristungen Möbel und Geschirr aus verschiedenen Epochen Kirchenkunst, Wandteppiche.

00:15:10: So alte Zunftschilder die dann an den Häusern der Handwerker hingen.

00:15:14: und weißt du wen ich da noch im Untergeschoss entdeckt habe?

00:15:17: Du wirst es uns verwarten!

00:15:19: Das ist der Namensgeber des Nagazinsmerian nämlich Matthäus Merian beziehungsweise eine Stadtansicht von Fribourg die er gemacht hat.

00:15:27: Da sieht man die Kathedrale Die Stadtmauer und die Türme und die Sahne eben wie Fribur so aussah vor vierhundert Jahren

00:15:33: Falls ihr euch das schon mal gefragt habt, Mirian.

00:15:36: Wieso heißt dieses Reisemagazin eigentlich so?

00:15:38: Das können wir jetzt mal kurz aufklären.

00:15:40: Benannt sind wir nach Matthäus-Mirian also.

00:15:43: der war am siebzehnten Jahrhundert Kupferstecher kam aus Basel und dem verdanken wie viele Stadtansichten aus dieser Zeit und in Friburg war dann offenbar auch Wo wir mit dieser Stadtansicht jetzt schon so ein bisschen aus der Vogelperspektive auf Friburg gucken.

00:15:58: Ich schlage vor, dass wir jetzt mal rauszoomen!

00:16:02: Es gibt neben der sehr schönen Stadt Fribourg noch so viel zu entdecken.

00:16:05: im Kanton und bevor wir aus Land fahren natürlich mit der Bahn wollen wir euch die aktuelle Ausgabe von Merian vorstellen.

00:16:13: Das Heft ist unsere Liebeserklärung an Europa.

00:16:15: Mit großen Reportagen aus Albanien und Valencia, zu beiden haben wir kürzlich Podcastfolgen gemacht – und Silvias Friburg-Reportage!

00:16:35: Budapest, ein Europesei von Nils Mingmar und unsere neue Mirian-Kolumne hin und weg vom Schriftsteller Jan Weiler.

00:16:43: Das Heft bekommt ihr unter anderem unter shop.jalag.de.

00:16:47: slash

00:16:48: mirianslash Und für unsere Hörer haben wir noch einen Spezialangebot Ihr erhaltet zehn Prozent auf den regulären Preis eines Jahresabos.

00:16:56: Geht dazu einfach auf mirian.de Slash Audio und ihr erhaltete sechs Ausgaben Mirian direkt nach Hause geliefert.

00:17:03: Bevor wir die Stadt verlassen, sollten wir allen die Zuhörer noch verraten wo wir gewohnt haben.

00:17:07: Da hatten wir nämlich beide eine sehr gute Wahl getroffen.

00:17:10: Das ist nämlich die Au Berge au Catrevon.

00:17:14: Also die Herberge der vier Winde.

00:17:15: Definitiv eines der schönsten Hotels in Fribourg.

00:17:19: Es ist aber nicht nur gut es auch einmalig also ein verwunschener Traumorts.

00:17:23: Es liegt so'n Stück... Jenseits des Zentrums.

00:17:26: Also vom Hauptbahnhof fährst du so fünfzehn Minuten mit dem Bus, das ist ein bisschen versteckt in so einem ... da kommt erst so einen Wohngebiet dann geht es so in Wiesen und Weiden über und dann ein Herrenhaus aus dem siebzehnten Jahrhundert Und die Fassade ganz romantisch berangt und innen Nur acht Zimmer mit alten Holzdielen, manche mit wunderschönen Tapeten.

00:17:49: Also die haben das auch jüngst alles nochmal total toll hergerichtet.

00:17:53: Das ist wirklich jedes Mal so ein eigenes Thema.

00:17:57: also wir waren im Traumzimmer wo du so Träume aufschreib und eine kleinen Flaschen stecken kannst.

00:18:01: Also da haben sich wirklich viel viel ausgedacht es mir ganz viel Liebe gestaltet Und natürlich spektakulär ist das Zimmerlesetual, weil es als einziges eine mobile Outdoor-Badewanne hat.

00:18:15: Das ist nicht einfach ein Jacuzzi, der auf dem Balkon steht oder so sondern das steht auf Schienen im Zimmer und du kannst einen Knopf drucken dann öffnet sich das Fenster und die Wanne fährt raus Mini-Plattform und dann kannst du uns am Sternenhimmel baden.

00:18:30: Es

00:18:30: klingt so ein bisschen, als hätte Jean-Tan Golisig das ausgedacht.

00:18:33: Ja

00:18:33: es gibt ja auch einen Pool und da ist so ein Wasserspiel, das erinnert auch an ihn.

00:18:37: Das

00:18:37: stimmt genau!

00:18:37: Da kann man unter Sterne schwimmen.

00:18:39: ich war auch drin im Mai.

00:18:40: Das war noch ganz frisch aber herrlich und nebenan ist noch ein richtig toller Garten eigentlich hier so ein Park und wenn ihr da in dem Gartenseit und Richtung Wald geht, könnt ihr so richtig auf Ribour downtown gucken.

00:18:52: Da sieht man durch eine Lücke in den Bäumen die Kathedrale Also wirklich das einst der shamanisten Hotels, in denen ich bislang so war.

00:18:59: Ja

00:18:59: und auch das Restaurant soll sehr gut sein.

00:19:01: da kamen gerade ganz viele Leute aus der Gegend als wir gerade leider schon wieder abreisen mussten.

00:19:06: die treffen sich dann dazu zum Mittagessen Abreisen, das machen wir jetzt auch.

00:19:12: Wir setzen uns wieder in die Bahn und entdecken einfach mal das Umland.

00:19:16: Und weil wir es schon am Anfang angekündigt haben und dem Käse von Dü auf den Grund gehen wollen, schlage ich vor, wir nehmen uns als erstes Crière vor – also Crayats auf Deutsch!

00:19:27: Allein, weil dort dieser legendäre Käse herkommt.

00:19:30: Der schmeckt so würzig-nussig aber ich finde ihm nicht zu streng.

00:19:35: Wie hat's dir da gefallen im Crier?

00:19:37: Sehr gut.

00:19:38: Und das, obwohl ich wirklich kein Käsefan bin... Wir fangen am besten mal mit dieser Stadt an!

00:19:42: Die liegt so dreißigvierzig Kilometer südlich von Fribourg Richtung Berge.

00:19:46: Siehst du dann auch in dem Umland?

00:19:47: Das ist da schon ein bisschen bergiger wird als in Fribours selbst.

00:19:50: und das ist wirklich eine Bilderbuchstadt allerdings eine sehr kleine.

00:19:54: Im Grunde besteht diese aus zwei Teilen.

00:19:56: Das eine ist so eine relativ normale Wohngegend und dann gibt es den mittelalterlichen Teil der ist ein bisschen höher gelegen.

00:20:02: Da ist dann das Schlossgrühe.

00:20:04: Im Grunde ist es eine langgezogene Straße aus Kopfsteinpflassen, also wirklich ganz zauberhaft.

00:20:10: Und die verläuft zwischen dem Chateau-Grillard zur linken Seite... Das steht ein bisschen erhöht und diesen Besucherparkplatz weiter unten.

00:20:18: Und an dieser Straße entlang reihen sich ganz hübsche Häuser wie so Perlen, das sind vor allem Restaurants und Geschäfte.

00:20:25: Da ist man dann relativ schnell durch, sei denn man ist Tinker und kauft zu Veniers oder Kehrte einen für das obligatorische Käsefondue!

00:20:35: Ja hier denn wohl wirklich obligatorisch.

00:20:38: da kommt ihr der Karriereien zusammen mit Emmentaler und Vacherre Fribourgeois.

00:20:43: Ich glaube Ein solches Gericht können sich nur Bergle ausdenken.

00:20:46: Muss aber mal so ein bisschen an Heidi denken, wie ja auch irgendwie jeden Abend diesen gegrillten Käse ist... Auch wenn ich es bei dreißig Grad verschmäht habe, es schmeckt also fast schon unanständig gut!

00:20:58: Wie ist es denn so in dieser hübschen Altstadt von Crier?

00:21:01: Ist das dann touristisch?

00:21:02: Ja schon.

00:21:03: Es hat eine positive Seite, du kannst die hervorragend Souvenirs kaufen und ich habe ein Laden entdeckt da wäre dir wirklich das Herz aufgegangen mit Kuckucksuhren und Kuglocken und rot-weiß karierten Küchentüchern, Schweizer Taschenmesser auch und ich hab ja auch was mitgebracht.

00:21:17: dazu kommen wir aber später.

00:21:19: Ui!

00:21:19: Die Spannung steigt.

00:21:21: wo Crierkäse so ein Ding ist bin ich sicher.

00:21:25: Es gibt da was, ein Käse-Museum?

00:21:28: Natürlich.

00:21:28: Du fällst am Bahnhof von Grüger quasi aus dem Zug ins Käsemuseum.

00:21:32: Das steht da direkt gegenüber an einem noch größeren Souvenir Shop als der am Schloss.

00:21:37: Viel spannender fand ich aber mir live anzugucken wie Käse gemacht wird

00:21:42: Und das hast du.

00:21:43: Also ich erinnere mich an Fotos mit einem riesigen, dampfenden Kessel und ein Regale voller Käseleibe.

00:21:50: Ja!

00:21:51: Das war in der Käserei von Moleson.

00:21:53: Molesons ist einer der Berge die man von Fribourg aussieht wenn man da oben an der Standseilbahn steht und der Ort Molesson liegt nochmal so eine Viertelstunde entfernt von Gruyère und dort befindet sich so ne uralte Holzhütte und darin ist dieser dampfende Kessel François und seine Frau Joëlle Colly.

00:22:14: Was machen sie für Käse?

00:22:16: Die Machen-Vacheron de Fribourgeois.

00:22:18: Ist noch so eine geschützte Marke, also der Käse muss ja nach ganz bestimmten Anforderungen hergestellt werden.

00:22:23: So wie Crière oder auch Beinschinken zum Beispiel.

00:22:27: Genau!

00:22:27: Ja die Milchmuster führt bei einem offenen Feuer in einem Kupferkessel erhitzt werden auf maximal thirty zwei Grad.

00:22:34: Also da gibt es wirklich ganz genaue Regeln.

00:22:37: Man riecht den Rauch schon, wenn man in diese Holzwitte reinkommt.

00:22:41: Und diese Hütte, das ist die in der auch schon François' Vater gearbeitet hat.

00:22:45: Von dem hat er das Handwerk gelernt vor vierzig Jahren.

00:22:48: Also Françoir ist so ein dratiger Typ, der ist sechsundfünfzig Jahre alt und macht es einfach schon sein Leben lang!

00:22:55: Und draußen in diesem Restaurant stehen so ein paar Tische.

00:22:58: da kannst du was essen und du kannst ja auch den Käse kaufen zu mitnehmen.

00:23:01: Da ist eine kleine Theke vorne aber das Herz dieser Käserei liegt eben ganz hinten im Holzhaus.

00:23:06: Da arbeiten Françoire und Joël.

00:23:08: hinter einer Glasscheibe kann man dann zugucken und erklärt das auch so ein bisschen.

00:23:13: Und auf dem Boden ist denn so eine, das sieht fast mittelalterlich aus, so ne Feuerstelle.

00:23:17: da brennt dann ein offenes Feuer wo sie immer einen Holz nachlegen müssen und darüber hängt besagter Kupferkessel.

00:23:23: ich würde sagen der ist so groß wie so ein Hot-Hub

00:23:28: Wenn ich mich an die Fotos erinnere, dann will man nicht drin sitzen.

00:23:32: François

00:23:33: scheint das gar nicht mehr zu merken.

00:23:34: Er holt mit den Armen und einem Tuch den Käsebruch raus.

00:23:38: Ich habe ihn gefragt ob es nicht wehtut.

00:23:40: aber er sagt, er merkt es gar nicht.

00:23:42: Und hat mir seine Hände hingestreckt und gesagt hier fühl mal die Milch macht meine Haut ganz zart!

00:23:46: Ein

00:23:47: Schweizer Beauty Trick!

00:23:49: Aber wie wird jetzt genau dieser Käse gemacht?

00:23:51: Sie erhitzen Milch, dann kommt vermutlich Lab dazu.

00:23:54: Dann schöpfen sie sie mit so einem Tuch ab, also da kommt dann dieser Käsebruch in diese Krümeln raus und das ist wirklich schwerstarbeitig.

00:24:02: Die hieven dann dieses Tuch rüber mit so nem kleinen Kran zum Arbeitstisch und pressen ihn dann in so Formen.

00:24:09: Und es wird dann der Leib und dazwischen gibt's ja noch andere Arbeitsschritte – ich kürze das jetzt mal ab!

00:24:13: Ich wuchtet François den ganzen Tag diese vollen Milcheimer und diese riesigen Käseleibe durch die Gegend.

00:24:20: Er hatte erst im Januar eine Knie-Operation, hat mir seine Frau erzählt und trotzdem macht er da einfach durch.

00:24:25: Beautybehandlung und Fitness in einem?

00:24:28: Ja!

00:24:28: Also wenn man dazu geschaut hat dann ist man den Käse vermutlich noch mit einer ganz anderen Wertschätzung.

00:24:34: Ich würde ja kein Zipfelchen wegwerfen sowieso nicht weil es so gut schmeckt und weil einfach so viel Arbeit drin steckt.

00:24:40: Und liebe zu nem uralten Handwerk und du hast noch so jemand getroffen auf deiner Reise Die mit einem uralten Handwerk sehr verbunden ist.

00:24:49: Ich kenne sie schon aus der Merian Reportage, die Winzerin Marielle Beauvache V vom Weingut Le Chatode Braz.

00:24:57: Das ist ein mehr als vierhundert Jahre altes Weingud Sehr schön gelegen in Villiers am Murthensee.

00:25:04: Jetzt haben wir einen großen Sprung nach Norden gemacht über Fribourg hinweg an den Murthenssee.

00:25:08: Ich war dort als Kind mal ein paar Tage, die beste Freundin meiner Mutter kommt daher.

00:25:12: Also das ist gut vierzig Jahre her und die Erinnerung daran ist trotzdem sehr

00:25:16: klar.".

00:25:17: Das ist eine Gegend, die wird auch der Gemüsegarten der Schweiz genannt.

00:25:21: Sehr fruchtbar, landschaftlich noch mal ganz anders.

00:25:24: Weniger bergelt dafür so weite Felder mit Salatmören.

00:25:28: Jetzt im Herbst kommt dann jede Menge Kürbisse und von diesem Weingutscher Tode Pras.

00:25:34: und der Winter in Marilena erzählst du auch in deiner Reportage über Fribourg.

00:25:38: Welchen Wein stellen dir her?

00:25:40: Hauptsächlich Weißweine, also z.B.

00:25:42: auch Traminer.

00:25:43: aber die experimentieren auch mal zum Beispiel mit Orange Wine oder Orange Wein.

00:25:47: Das ist eine Tradition, die stammt eigentlich aus Georgien und die hatten mal einen Mitarbeiter aus Georgian Der hatte da mal angeregt das Mal auszuprobieren.

00:25:54: Und Orange Wine es ist so ein Weiß Wein der wird wie Rotwein hergestellt wird also vergoren Mit Schale und Kernen.

00:26:01: Den habe ich da probiert und er war wirklich sehr lecker.

00:26:03: Er reift in unterirdischen Tonfässern In deren Garten.

00:26:07: Die haben sie da so eingebaut.

00:26:08: Das noch als Tipp, wenn ihr Lust auf eine Verkostung habt und ihr seid im Frühjahr oder Sommer da.

00:26:13: Dann lasst euch unbedingt mal diese Amphoren zeigen im Garten.

00:26:16: Und von diesem Garten aus kann man auch sehr schön auf den Murtensee gucken.

00:26:20: Dieses Château, das stellt man sich jetzt vielleicht so einen Dornröschen-Schloss vor ist es gar nicht.

00:26:23: Es ist eher ein großes weißes Haus mit Ziegeldach- und Holzfensterläden aber eben schon vierhundert Jahre alt.

00:26:30: Und dieses Erdgeschoss mit diesen ganz dicken Mauern ist quasi der Weinkeller.

00:26:35: Wir haben jetzt September, also Zeit der Weinlese.

00:26:37: Da haben wir natürlich richtig viel zu tun.

00:26:39: aber Marie-Len meinte egal wie viel sie arbeitet Sie geht jeden Tag einmal runter zum See zum Schwimmen.

00:26:45: das fand ich eine sehr schöne Vorstellung.

00:26:47: Manche Menschen machen es einfach richtig.

00:26:49: Ich finde, Winzerin ist so ein tollen Beruf!

00:26:52: Also immerhin zur Weinlese-Häferin habe ich's mal geschafft.

00:26:55: Das würde ich auch jederzeit wieder machen.

00:26:57: In dieser Gegend scheint die Erntezeit generell groß gefeiert zu werden.

00:27:01: Also in Weindörfern wie Wüli gibt es dann großes Winzerfest und in anderen Dörfern feiern sie Kilby – das ist das Erntedanksfest.

00:27:10: Fast jedes Dorf macht in der Jahreszeit ein eigenes Fest mit einer eigenen Tradition.

00:27:16: spontan in den Kanton reisen würde, der hätte das ideale Timing.

00:27:21: Jetzt kann ich dir auch endlich mein Mitbringsel geben!

00:27:22: Das passt gerade gut.

00:27:26: Also ein Käse von du kannst nicht sein?

00:27:27: Das hätte ich schon gerochen.

00:27:29: Da kann so noch so viele Tupperboxen verschließen.

00:27:32: Das riecht man einfach.

00:27:34: Ich bin sehr gespannt.

00:27:36: es gibt was ist.

00:27:40: Das ist ein Senf.

00:27:41: Der wird jedes Jahr, also inzwischen essen sie den ganzjährig.

00:27:44: aber er ist entstanden aus dieser Erntedank-Tradition und der wird gegessen auf einem Safranbrot.

00:27:50: Ich hatte da gestern spontan Lust das noch mit zu backen.

00:27:53: Ach so spontan!

00:27:55: Darf ich ihn öffnen und riechen?

00:27:56: Du

00:27:56: musst ihn öffen denn er wird auf dieses Brot gestrichen und dann gegessen und das kriegst du jetzt als Frühstück.

00:28:02: Der ist nicht so ganz fruchtig.

00:28:05: Ich glaube, da ist ein Trauben mit drin.

00:28:07: Nein, Birnen nicht!

00:28:12: Silvia hat jetzt hier in so einer Kuchenform einen sehr fluffig aussehenden Safranboot.

00:28:18: Das reicht sie mir jetzt mit einem Messer.

00:28:21: Das

00:28:21: ist Couchon de Fribourg und das ist auch so ein geschützter Name.

00:28:24: So ein Lebensmittel was sehr typisch ist in der Region.

00:28:28: Da ist Hefe drin.

00:28:29: Genau, Safran-Buttermilch-Eier.

00:28:36: Also, der schmeckt super.

00:28:39: Auch die Kombination mit Saffran muss meine Kuchen verhalten haben.

00:28:44: Sehr gut!

00:28:45: Sehr sehr gut!

00:28:45: Jetzt

00:28:46: musst du schnell kauen?

00:28:49: Also ich bin ja ein großer großer Senf-Fan und das ist noch mal was ganz Besonderes.

00:28:55: Adressen schreiben wir euch in die Shownauts für alle Souvenir Shops usw.

00:29:00: Danke schön!

00:29:02: So, jetzt haben wir gut gegessen.

00:29:03: Dann können wir auch noch ein bisschen uns die Alpabzüge angucken.

00:29:06: Die finden ja auch jetzt statt!

00:29:08: Da werden dann so die Kühe und Schafe von den Almen geholt und geschmückt mit so einer Art Krone aus Blumen und mit besonderen Glocken... Also falls ihr das mal erleben wollt, eine der größten Alp-Abzüges findet in Charmé statt.

00:29:21: Charmée, dafür springen wir jetzt wieder in den Südosten.

00:29:25: also wir Machen ein kleines Fribourg-Kantonshopping.

00:29:29: Das liegt wiederum in der Nähe von Guerre, bei einer Bergkette namens Gastlosen.

00:29:34: Das sind so ganz schroffe Kalksteinfelsen auch sehr beliebt beim anderen und Kletterern.

00:29:38: Ich finde ja die sehen ein bisschen aus wie Dolomiten im Mini.

00:29:42: Da kommt wieder das ganze Dorf zusammen und es wird gegessen!

00:29:45: Es gibt dann so Kunsthandwerkermärkte und Käsemärkte.

00:29:48: logisch

00:29:49: Und Musik ist auch so ein großes Ding.

00:29:51: da in der Gegend.

00:29:52: Zumindest in dem Nachbardorf oder in der nähe liegt das Dorf Jaun.

00:29:56: Das ist da einfach Teil der Dorfkultur.

00:29:58: Jaun ist eines der wenigen deutschsprachigen Dörfer in diesem Kanton, gar nicht weit von Charmeille und quasi gegenüber der Gastlosen.

00:30:05: Da kannst du sehr schön drauf schauen!

00:30:07: Und da schließt sich jetzt unser Podcastkreis.

00:30:09: Da habe ich nämlich die Mali's getroffen.

00:30:11: Mali´s Remi meine Jodel-und Alpornlehrerin.

00:30:14: Macht sie das echt beruflich?

00:30:16: Nee, also Mali's arbeitet eigentlich als Milchkontrolleurin.

00:30:19: Die radelt dann mit ihrem E-Bike so die Berge rauf und runter zu den Bauernhöfen um da Milchproben abzuholen.

00:30:25: Das ist sehr wichtig damit dann Milch so wird wie sie sein muss für diese ganzen besonderen Käsesorten.

00:30:31: aber in ihrer Freizeit spielt sie erstens Posaune und es auch im Chor oder im Jodlverein.

00:30:37: Aber sie hat vor zwei Jahren auch angefangen, das Alporn zu spielen.

00:30:40: Und das hast du auch ausprobiert?

00:30:42: Ja und ich war überrascht dass sich da überhaupt Töne raus bekommen habe.

00:30:46: also man merkt schon du brauchst ja echt eine gute Körperspannung.

00:30:49: so ein kleiner Pilateskurs vorher ist nicht so schlecht aber urteilt selbst.

00:30:53: Ich hab es natürlich für euch aufgenommen.

00:31:11: Also Silvia hatte jetzt nicht nur das Käse-Deplom sondern auch das Alpern & Judel-Diplomen.

00:31:16: Jetzt waren wir nicht nur im wunderschönen und kulturreichen Friburg, wir haben auch Berge und Seen bewundert.

00:31:22: Und jetzt sagt vielleicht noch mal jeder ihre Lieblingsorte?

00:31:26: Also dafür würde ich noch mal zurück nach Fribourg reisen.

00:31:29: Da hätte ich noch eine Restaurantempfehlung, das Ohr Chasseur.

00:31:32: Das liegt im Burgviertel in der Rüde-Losanne, so ne sehr schöne Einkaufsstraße wo man sich ein bisschen treiben lassen kann.

00:31:38: Dort liegt das und es wird betrieben von einem jungen Koch.

00:31:42: Der heißt Pierre Pascal Clémont und er kommt aus nem Dorf in den Nähe von Fribbourg hat aber schon in diversen Küchen seinen Handwerk gelernt auch in Sterneküchen.

00:31:52: Und dann ist er, um sich selbstständig zu machen in die Heimat zurückgekommen.

00:31:55: Wenn ihr hinten in diesem Restaurant sitzt, dann könnt ihr da Menüs essen, die wirklich Sterne verdächtig sind.

00:32:01: Es gibt nämlich so zwei Abteile vorne.

00:32:03: So ein bisschen normale Küche, ein bisschen günstiger und hinten gibts wirklich tolle Menüs.

00:32:07: also ich habe selten so gut gegessen.

00:32:10: Ich möchte euch am Ende einfach nur nochmal anschubsen ganz viel zu laufen in Fribourg.

00:32:16: Es ist echt ein Festival der Perspektiven und Entdeckungen da.

00:32:20: Und die perfekte Größe, sich einfach in den Gassen zu verlieren!

00:32:24: Da ist so viel an den Fassaden hinter den Fassaiden... ...und dann habt ihr dieses tolle Umland ja wirklich gleich in Sichtweite.

00:32:32: Das ist was total besonderes und wie wir schon sagten es ist gar nicht weit hin.

00:32:38: Ja also wirklich eine tolle Entdeckenung.

00:32:41: das war schon unsere zweite Schweizfolge in diesem Jahr Viel vor in diesem kleinen Wunderland, aber nächstes Mal am zweiten Oktober geht es ja so gut neuntausend Kilometer weiter in den Südwesten.

00:32:57: In ein echt sehr spannendes Land nämlich nach Costa Rica!

00:33:01: Sehr schön dass ihr heute mit uns nach Fribourg gereist seid.

00:33:04: Danke an Timo von der Wellenschmiede bei dem wir diese Folge aufgenommen haben und wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt dann meldet euch unter podcastatmerian.de und abonniert gern diesen Podcast kostenlos.

00:33:15: Bis zum nächsten Mal, macht's

00:33:17: gut!

00:33:17: Tschüss!