Reisen beginnt im Kopf - der MERIAN-Podcast

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00:00:05: Reisen beginnt im Kopf der Merian Podcast.

00:00:15: Silvia, wenn du an Albanien denkst was fällt dir spontan dazu ein?

00:00:19: Mir fällt ein eine Schildkröte die kriegt über eine kurvige Bergstraße und ich mache ne Vollbremsung.

00:00:26: Ich denke an einen Ziegenhirten der seine Herde an einem Flussufer ausführt während ich in diesem Fluss schwimme.

00:00:32: Und mir fällt ein die albanische Autorin Lea Ipi.

00:00:36: Die habe ich da entdeckt in Albanien.

00:00:38: Ich denke bei Albanien zuallererst an ein DJ, der am breiten Kiesrand eines Flusses steht vor einem Kiosk mit CDs und Getränken.

00:00:46: Und weit und breit außer ihm kein Mensch bis wir anhalten!

00:00:49: Ich denke an die weiten Plätze und die Dynamik von Tirana – und ich denke auf die ewig dahin kurvende Küstenstraße Das Land in das wir heute zusammen reisen.

00:00:59: Das vergisst man nicht so schnell.

00:01:01: Und im Vergleich zu den meisten anderen Ländern Europas ist es an vielen Orten noch richtig ursprünglich, auch wenn sich das gerade wandelt.

00:01:09: Kaum ein anderes Land in Europa hat einen solchen Zuwachs im Tourismus wie Albanien.

00:01:14: Auch darüber sprechen wir nachher noch.

00:01:16: Und wo es besonders schön ist, das erfahrt ihr heute bei uns!

00:01:19: Herzlich willkommen zu Reisen beginnt im Kopf dem Podcast des Reise- und Kulturmagazins Merian.

00:01:24: Ich bin Tinka Dippel die Chefredakteurin von Merian und mit auf unseren Balkan Road Trip heute kommt natürlich auch meine Co-hostin Silvia Tipurski per Gendettje.

00:01:35: Hallo Albanien wie toll dass wir dazu heut eine Folge machen.

00:01:39: da war ich letztes Jahr im Sommer unterwegs Nachdem ich in meiner Familienreiseplanung mein Wunschland Island leider nicht durchgesetzt hatte, ist es dann Balkan Roadtrip durch Albanien, Monteniko und Kroatien geworden.

00:01:50: Wie du weißt?

00:01:51: Statt

00:01:51: fünfzehn Grad hat er dir wahrscheinlich eher... thirty-fünf.

00:01:54: Ja teils auch mehr!

00:01:55: Du warst mal im Maida.

00:01:56: Das scheint mir eine sehr schlaue Idee zu sein.

00:01:59: Andererseits so Sommer in Albanien.

00:02:00: das hat schon auch was mit flirrender Luft und Zikaden die in kniehohen Sommerwiesen zirpen.

00:02:06: Ich habe das sogar aufgenommen hör mal.

00:02:11: Klingt schön Und erst ist doch gut, so kennen wir das Land ein bisschen unterschiedlich.

00:02:15: Weil die Reisezeit, die ändert viel!

00:02:17: Ich hab' die Vor-Saison erlebt.

00:02:19: du warst mittendrin im Küstensammar.

00:02:21: Aber wo hat's dir dann am besten gefallen?

00:02:23: Albanien, Kroatien oder Montenegro?

00:02:25: Wir sind natürlich alle toll die Länder aber ich fand wirklich Albanien am interessantesten wegen der tollen Hauptstadt Tirana einerseits und auch dieser Momente wo du denkst Du bist hier in so ner Zeitkapsel.

00:02:37: Also nur mal zwei Beispiele Wir halten an einer Tankstelle an der Autobahn Und dann steht da gleich neben der Zapf-Säule so ein Ohrensessel aus Omas Zeiten und darin sitzt so'n älterer Mitarbeiter, umraucht und über ihm hängt ein Vogelkäfig.

00:02:51: Beispiel zwei – ich schwimme in einem wirklich glasklaren Fluss dem Fluss Maat und plötzlich tauchte ein Hürtel auf.

00:02:58: das ganze Ufer ist voller Ziegen sehr neugierigen Ziegen und ja das sind so Bilder die sich total eingebrannt haben bei mir.

00:03:05: Großartig!

00:03:05: Das mit dem Vogel Käfig ist jetzt sensationell und das erinnert mich auch wieder an unseren DJ Albanien ist voll von wahnsinnig schönen und eben auch komplett skurrilen Bildern.

00:03:15: Also Kuhmitten auf der Straße ist ja fast schon Standard, uns könnt ihr durchaus noch Pferdefuhrwerke auf Straßen begegnen?

00:03:22: Ja also Pferdefuhrwerken aber gleichzeitig auch SUVs.

00:03:25: ich weiß noch wie so ganz vorsichtig über einen Bergpass fahre und an meiner Stoßstange hinten klebt ein Hammer.

00:03:31: das sind diese Monster Trucks aus den USA.

00:03:33: dem war ich offenbar zu langsam.

00:03:36: Apropos Autos, wir also mein Freund und unser damals vier oder fünfjähriger Sohn und ich.

00:03:42: Wir kamen verspätet an am Flughafen und gingen zum Autovermieter und die meinten so in etwa wartet mal da auto kommt.

00:03:49: neben uns warst noch ein Pärchen.

00:03:52: deren Auto kommt zuerst angefahren angeeiert er der Reifen war platt und dann steigt der Typ aus kommt stoisch auf uns zu auf diese kleine Gruppe und fragt ob er das jetzt noch reparieren soll oder ob die beiden eben um die Ecke zum Werkstatt fahren wollen.

00:04:10: Wir haben uns alle angeguckt und ich glaube, ich habe innerlich gefragt wo es die versteckte Kamera ist.

00:04:15: Die meinten dann muss wer schon gut wenn das Auto fahren würde?

00:04:19: Das ist von Vorteil!

00:04:20: Das heißt aber nicht dass in Albanien nichts funktioniert wie du sagst.

00:04:23: Es gibt diese beiden Welten aus alt- und neu, die du in Albanian erleben kannst und die teils aufeinandertreffen.

00:04:29: Also mein Reis ist ja schon ein bisschen her Und gerade weil der Tourismus dort so boomt, hat sich viel getan seitdem.

00:04:36: Aber das Albanien, was ich vor sieben, acht Jahren erlebt habe, das strahlt so eine Echtheit aus die ich sehr sympathisch finde... Und abgesehen davon bietet Albanien auch landschaftlich wirklich viel.

00:04:47: Also mehr knallblaue Flüsse und Berge, die albanischen Alpen im Norden und das Morava-Gebirge im Osten... ...und dann ein großes Flussdelter im Süden, das Viosadelta.

00:05:00: Das ist ja gerade vielen Schlagzeilen.

00:05:02: Da kommen wir nachher bestimmt noch zu.

00:05:03: also das ist so eine der totalen Besonderheiten von Albanien.

00:05:08: Aber jetzt fangen wir doch mal dort an, wo die allermeisten natürlich zuerst ankommen.

00:05:13: In Tirana der Hauptstadt.

00:05:14: Vorher meine kurze Einordnung.

00:05:16: Albanien ist ziemlich genauso groß wie Brandenburg also flächenmäßig und hat ca.

00:05:21: zwei Komma acht Millionen Einwohner.

00:05:23: es grenzt im Süden an Griechenland und dem Norden an Montenegro.

00:05:27: von um sieht's ganz anders aus als Brandenburger weil das so ganz lang und schmal ist.

00:05:31: Also wahnsinnig lange Küste.

00:05:32: Im Rücken liegen der Kosovo und Nordmazedonien, und vorne schaut Albanien auf den Stiefelabsatz von Italien bzw.

00:05:40: aufs Mittelmeer.

00:05:40: Tirana liegt so ziemlich mitten drin im Land – und wenn ihr da mit dem Flieger landet dann übrigens am Flughafen.

00:05:47: Mutter Teresa war Albanerin!

00:05:49: Und wenn ihr dann euren ersten Startsrundgang machen wollt, steht ihr in einem Tal das von Bergen umgeben ist.

00:05:56: Den Dai Ti sieht man zum Beispiel ganz gut aus.

00:05:59: der Hausberg von Tirana im Skandabeg-Gebirge so um die Tausendsechsunderte Meter hoch.

00:06:05: da kann man auch mit einer Gondel rauf fahren.

00:06:07: aber wir wollen jetzt ja mal rein ins Zentrum.

00:06:10: Silvia wo möchtest du anfangen?

00:06:12: unsere kleine Tiranatur?

00:06:14: Ich würde sagen am Skandabegplatz.

00:06:17: Ein gigant von einem Platz, ein echtes Statement.

00:06:20: Achtund dreißig tausend Quadratmeter groß benannt ist er nach dem albanischen Volkshelden einen Fürsten namens Georg Kastrioti genannt Skandabeg der im fünftzehnten Jahrhundert hier gegen die Osman gekämpft hat.

00:06:33: Der sitzt da auch heute noch aus Bronze auf seinem Pferd.

00:06:37: Ja!

00:06:37: Hier siehst du auch diesen Kulturmix der so typisch ist für Albanien und der sich auch so'n bisschen vor den Ländern des früheren Jugoslaviens unterscheidet.

00:06:44: In Albanien liegt der Anteil im Liemischen Glaubens bei ungefähr fünfzig Prozent.

00:06:48: Da steht dann dieser Herr Skanderbeck, der christlich-orthodox war zwischenzeitlich zum Islam konvertierte wohl eher zwangsweise und später katholisch wurde.

00:06:57: Und an diesem Platz steht aber auch eine Moschee die Ethem Bay Moschée.

00:07:01: Die wurde ab dem späten achtzehnten Jahrhundert gebaut stand aber während der Zeit des Kommunismus jahrzehntelang leer.

00:07:07: Denn damals war alles was mit Religionen zu tun hatte streng verboten.

00:07:11: Aber immerhin sie wurde anders als manche andere Moschées oder auch christliche Kirchen nicht abgerissen.

00:07:16: Und wie sieht's da drin aus?

00:07:17: Die ist ja total winzig.

00:07:19: Zehn Minuten von hier steht eine ziemlich prunkvoll und viel größere Namaskamushi, die erst im Jahr zwei tausend vierundzwanzig eröffnet wurde mit riesigen Kronleuchter und Platz, ich glaub für fünftausend Menschen.

00:07:32: Ja

00:07:33: das stimmt!

00:07:33: Also die am Skanderbeckplatz ist im Vergleich dazu wirklich Mini.

00:07:37: Da steht man im Sommer länger an als man dann braucht um einmal durchzugehen aber dies schon ganz hübsch mit so verschnörkelten Wandmaler rein.

00:07:44: Und anders als diese brandneue Namaskamonoshi ist das eben ein historischer Ort, der die Diktatur verstanden hat.

00:07:51: Und gerade weil sie so klein ist und nebenan diese monumentalen Gebäude stehen, zeigt das eben auch wie die Machtverhältnisse früher waren.

00:07:59: Was sich da am Scandabagplatz so alles aneinanderreizt, seht ihr?

00:08:03: Also der Kulturpalast, der die kleine Moschee noch überragt ein Riesending was damals als in den Sechzigern gebaut wurde, da echt ein Statement war zumal für den Palast dann einen Bazar und eine andere Moschée abgerissen worden.

00:08:16: Jetzt sind in dem Gebäudet die U-Poll und die Nationalbibliothek unter anderen untergebracht und nebenan Restaurants, Buchladen.

00:08:24: Und schräg gegenüber steht noch so ein monumentalen Gebäude das historischen Nationalmuseum mit einem auch nicht gerade kleinen Mosaik.

00:08:34: Das zeigt albanische Volkshelden unter anderem eine Frauenfigur die einen Gewehr in die Luft trägt Die erinnert fast ein bisschen an die französische Marianne.

00:08:44: Und natürlich weht hier auch die albanische Flagge, also roter Untergrund mit schwarzem Doppelkopfadler.

00:08:52: Die ist ohnehin sehr präsent im Land.

00:08:55: Also ich erinnere mich wir haben damals so einen kleinen Fußball gekauft und der war noch lange bei uns rot mit Doppeln

00:09:01: Kopfadlern.

00:09:02: sogar auf den Ampeln siehst du den.

00:09:04: Zum Teil, ich fand diese Mischung an diesem Platz aber auch ganz cool!

00:09:07: Einerseits die Moschee aus dem achzehnten Jahrhundert, die Berge drum herum und dann dieses zweikantigen Quader aus der Zeit des Kommunismus plus ganz neue Gebäude wie dem schon wieder nach Skandabeg benannten Wolkenkratzer oder auch Tiranas Rock genannt.

00:09:21: das ist ein Wolken-Kratzer in Kopfform mit so vorstechenden Balkonen dieser Nase Stirn und Kinn darstellen.

00:09:28: An dem hatten Sie gerade noch gebaut als wir da waren.

00:09:31: Wir hatten damals nur den letzten Tag unserer Reise in Tirana und das Hotel so ganz zentral.

00:09:36: Und wir sind aus dem Gucken-und-Rumlaufen eigentlich nicht rausgekommen, also für Tirana hätte ich gerne noch mal richtig viel Zeit.

00:09:42: Mir geht es auch so vor allem wegen der ehemaligen Villa von Enver Hodja, die ist heute eine Künstlerresidenz und leider nur zu bestimmten Veranstaltungen geöffnet.

00:09:51: Die würde ich mir sehr gern nochmal von innen

00:09:52: angucken.

00:09:53: Enver Hodscha!

00:09:54: Den müssen wir jetzt einmal vorstellen – auch der ist sehr präsent.

00:09:58: Der hat als Staatschef nach dem Zweiten Weltkrieg Albanien mit ziemlich eiserne Hand regiert, also wirklich ähnlich wie Stalin in der Sowjetunion.

00:10:05: Tausende Regime-Gegner hat da hinrichten lassen und zehntausende im Gefängnisse oder als Zwangsarbeiter in Lager gesteckt – und da haben auch viele nicht überlebt!

00:10:15: Und er hat das Land ziemlich vom Westen abgeschottet?

00:10:18: Ja, er hat doch sich selbst ziemlich abgeschotted.

00:10:20: dieses Viertel, indem die Villa und auch Willen anderer parteifunktionäre Standen heißt Blockhu.

00:10:26: Der normalen Bevölkerung war das überhaupt nicht zugänglich.

00:10:28: und Hodges Villa sieht auch von außen so ein bisschen abweisend aus.

00:10:31: Ein sehr eckiger Bau, dann der Kontrast innen ist alles total bunt.

00:10:36: Das Bad ist so in so einem Siebzigerjahre grün gehalten mit grünen Blümchenkacheln ganz lustig.

00:10:42: Und dann hast du also pastelfarbene Vorhänge und Wandfarben Teppiche im orientalischen Stil und Lampen und Möbel aus den Siebzigern.

00:10:50: Aber ich dachte,

00:10:51: du konntest gar nicht rein.

00:10:52: Konnte ich auch nicht aber ich hab einen Bildwand entdeckt von dem Architekten und Fotograf Philipp Funke.

00:10:58: der durfte dort rein und hat die Räume fotografiert.

00:11:00: ist ein ganz tolles Buch.

00:11:02: Tirana ist überhaupt so eine richtige Bücherstadt.

00:11:04: Ich bin da gleich in mehreren Buchläden gewesen, auch wegen der Hitze und an einer Brücke über der Lana – das ist der Fluss in Tirana!

00:11:12: Da gab es Kisten mit antiquarischen Büchern darunter übrigens auch einige deutschsprachige und das hat mich ein bisschen an diese Buchverkäufer an der Szene in Paris erinnert.

00:11:22: Und Tirana ist auch eine sehr junge Stadt.

00:11:24: Dieses Viertel Blockhu, ist heute noch ein total schönes Ausgefürtel mit einem Park und vielen Restaurants und Clubs, wo du dich dann abends einfach so ein bisschen treiben lassen kannst und was trinken gehen.

00:11:34: Wir waren zum Essen im Happy Belly.

00:11:36: Das is'n ganz kleiner Laden in so nem Keller-Restaurant.

00:11:39: Schreib hier euch noch an die Show Notes!

00:11:40: Es ist ne sehr nette Alternative zu ihr sonst ihr sehr fleischhaltigen Balkanküche also vegetarisch und super gesund.

00:11:47: Tyranas eben eine Studentenstadt.

00:11:49: Siehst du besonders, während wir uns hier weiter nach Süden Richtung Stadtpark bewegen?

00:11:54: So rund um den Mutter Teresa-Platz... Da ist sie wieder!

00:11:58: Da liegt ein großer Teil der Universität.

00:12:00: Also Mutter Teresa ist tatsächlich die wohl berühmteste Albanerin in der Welt und kommt wahrscheinlich ein bisschen darauf an wie alt man ist weil es gibt da ja auch noch die sehr, sehr erfolgreichen Sängerin Dua Lipa oder Rita Ura.

00:12:15: Jetzt würde ich aber gerne mal zurück Richtung Zentrum gehen und auf dem Weg dahin noch an einen weiteren Tirana-Highlight vorbeischauen.

00:12:22: Das ist eine Pyramide aus weißem Marmor und Glas, die hat wieder mit Enver Hodja zu tun.

00:12:28: Als der in den Jungen stammt, haben sie diese Pyramiden errichtet als Museum, die sein Leben erzählt hat – mit Fotos und einer überlebensgroßen Statue.

00:12:38: Nach dem Ende des Kommunismus hat man all das entfernt im Inneren.

00:12:42: Ein Teil kam dann in das Historische Nationalmuseum.

00:12:44: Und später waren da Nachtklopp, in der Pyramide zur Zeit des Kosovo-Kriegs auch mal ein Quartier de Nato und sie stand viele Jahre leer und sollte sogar abgerissen werden.

00:12:54: Heute ist es ein Bildungszentrum zu Technogiethemen.

00:12:57: Hast du eine coole Stadt!

00:12:58: Also große Empfehlung, da auch wirklich ein bisschen zu bleiben.

00:13:02: Wir ziehen jetzt aber mal weiter und zwar in die großartige Natur Albaniens!

00:13:07: In unseren kommenden Mehrian-Ausgabe erzählt davon unsere Autorin Jessica Jungbauer.

00:13:13: Die war da mit ihrem Mann Bernd, mit dem sie schon lange durch Europa und durch tolle Gegenden auch am Rande Europas tingelt.

00:13:21: Da war sie in ihrem Camper unterwegs und hat uns neben ihrer Reportage auch großartige Fotos mitgebracht.

00:13:28: Das seht ihr dann alles in der nächsten Merien-Ausgabe.

00:13:31: die erscheint Anfang August.

00:13:33: Jessica hat dort Mariana Kochiku getroffen.

00:13:37: das ist die Innerhaberin eines Hotels namens Neo Malsore Ganz im Norden, also kurz vor der Grenze zu Montenegro auf so einem Hochplateau am Comansee und so abgelegen.

00:13:51: Da kommst du nur mit dem Boot hin.

00:13:52: Mariana erzählt das ihr als Kind aus ihrer Heimat in den Bergen da natürlich soweit wie möglich weg wollte.

00:13:59: So hat sie es dann auch gemacht, hat Politik studiert, auch in Deutschland Italien und Schweden gelebt und ist dann zurückgekommen.

00:14:05: Und Jessica schreibt über Mariana.

00:14:08: erst in der Ferne wurde ihr bewusst was die Zuhause hatte die unberührte Natur, die Freiheit der Berge.

00:14:14: Aber auch das Gefühl hungrig schlafen zu gehen weil ihre Mutter das Abendessen wieder einmal fremden oder unangekündigten Gästen gegeben hatte obwohl die Familie selbst nicht viel besaß.

00:14:24: in Albanien haben wir dieses Sprichwort unser Haus gehört Gott und dem Gast.

00:14:30: diese Haltung präge das ganze Land vom Norden bis in den Süden.

00:14:34: Es fand ich sehr schön und ich lieb ja den ganzen Balkan sehr.

00:14:38: Und ich kann bestätigen, dass die Gastfreundschaft dort extrem ausgeprägt ist.

00:14:42: Wenn die Menschen dir nur Schnaps- und Kaffee anbieten können – das ist mir mal passiert in Bosnien!

00:14:48: Am Ende des Tages war ich total platt und aufgeputscht zugleich, weil wenn du beim Ersten sagst, okay, ich nehme einen Schnaps und einen Kaffees, dann haben die anderen das beobachtet und so wurden wir quasi durchs ganze Dorf gereicht?

00:15:04: Es war ein Erlebnis.

00:15:05: Offenbar kann einem das auch in Albanien passieren, ja.

00:15:08: Ich mochte noch eine andere Passage sehr in Jessica's Text zum Thema Essen.

00:15:12: Da haben zwei Brüder Altin und Anton ... Prenger, ein Restaurant nördlich von Tirana eröffnet.

00:15:18: Und die haben Jessica erzählt dass Albanien eigentlich super Voraussetzungen für die Slow Food Bewegung bietet weil du eben beste Zutaten von ganz kleinen Höfen direkt vor der Haustür bekommst.

00:15:29: Ziegenkäse

00:15:30: luftgetrockneten Schinken frische Feigenwein.

00:15:34: Genau.

00:15:35: aber die erzählen auch wie es zur Zeit des Kommunismus war das da der Bezug zum regionalen Essen total verloren ging dass sie jeglicher Identität beraubt wurden.

00:15:44: Und Jessica schreibt, ich zitiere mal, niemand durfte eigene Produkte anbauen.

00:15:48: Alles musste abgeliefert werden.

00:15:49: Alteen Prenger erinnert sich wie Albanien nach dem Fall des Regimes ins andere Extrem kippte.

00:15:55: Besuchte man Hirten zu Hause bekam aber nicht etwa ein Glas Ziegenmilch angeboten sondern Coca Cola das Beste was sie hatten.

00:16:02: Zitat Ende.

00:16:02: Und das hat mich an den Romanen von der albanischen Autorenlea IP erinnert, über die wir kurz schon gesprochen haben.

00:16:09: Den Roman habe ich in einem Buchladengleich neben der Pyramide von Tirana entdeckt.

00:16:14: Das Buch heißt frei und lag allein in diesem Laden in sechzehn Sprachen auf einen Tisch gestapelt so dass sich dachte okay dieses Buch muss entweder besonders wichtig für dieses Land sein oder besonders gut und nach drei Tagen musste ich.

00:16:26: es stimmt beides.

00:16:28: Dieses Buch haben wir dieses Jahr gleich mehrere Menschen zum Geburtstag geschenkt, unter anderem du.

00:16:34: Superbuch!

00:16:35: Holen wir mal kurz unsere Hörerinnen und Hörern ins Boot.

00:16:37: Lea Epiv war zur Zeit als in Albanien das kommunistische Regime zusammenbrach – also, dein neunzig zwölf Jahre alt.

00:16:46: Und sie erzählt sehr unterhaltsam und klug wie sie als Kind total regime treu aufgewachsen ist und dann nach und nach erst verstanden hat, wie unfrei sie aufgewachsen und dass die neue Freiheit beziehungsweise das westliche System auch Probleme mit sich brachte.

00:17:01: Und die Verbindung zu Coca-Cola, von der auch Altin erzählt, der Koch.

00:17:05: in Jessica's Reportage auf dem Buchkaver ist eine Cola Dose abgebildet, aufgestellt auf einem Hekedäckchen als Symbol dafür wie begehrt westliche Waren

00:17:15: waren?

00:17:15: Ja, ich habe ganz große Leseempfehlungen also Beides Jessicas Reportage im nächsten Mehrjahren und Lia Epis Buch.

00:17:22: Leaipi ist übrigens in der Hafenstadt Durres aufgewachsen, die wir auch beide kennen.

00:17:27: Tinker liegt so eine Stunde Fahrt westlich von Tirana an der albanischen Adria.

00:17:42: hingefahren und haben in Durres die erste Nacht übernachtet.

00:17:46: Und das ist ein interessanter Mix.

00:17:48: auch dort, ne?

00:17:49: Da stehen Überreste eines antiken Amphitheaters, ein venezianisches Fort aus dem Mittelalter.

00:17:55: aber am Hafen uns am Meer entlang führen so mehrspurige Straßen und da wurde eine hypermoderne Promenade ans Wasser gebaut und da ziehen sie gerade viele neue Hotels hoch – auch sehr luxuriöse zum Teil!

00:18:07: Und da isst er nicht mehr so viel übrig vom alten Albanien.

00:18:11: Das passiert tatsächlich gerade an vielen Stellen im Land, nicht immer auf eine gute Art muss man sagen.

00:18:17: Als wir dort waren wurde da auch noch richtig viel gebaut aber Albaniens Besucherzahlen schießen auch extrem in die Höhe.

00:18:23: Die haben sich in den letzten fünf Jahren auf mehr als elf Millionen verdoppelt was einerseits natürlich den Menschen dort Jobs bringt sehr gut.

00:18:31: andererseits setzt der jetzige Ministerpräsident Edi Rahmer quasi überhaupt keine Limits.

00:18:37: Dem werfen auch viele Korruption vor und es gibt jetzt aktuell Proteste gleich wegen zwei Projekten.

00:18:43: Rahm hat sich zum einen dafür eingesetzt, dass mitten in einem der wichtigsten Vogelschutzgebiete des Landes ein Flughafen gebaut wurde.

00:18:50: Der ist im Grunde schon fertig.

00:18:52: Dieses Yosanata Delta liegt ganz im Süden bei der Stadt Flora.

00:18:57: da rasten Pelikane und Flamingos und viel andere Vögel.

00:19:00: Der sollte jetzt im Juni öffnen durfte das aber nicht wegen fehlender Genehmigung Und da gibt's eben jetzt auch Proteste dagegen.

00:19:07: Und Projekt Nummer zwei, aktuell ist ein Luxusresort auf der Insel Sassan geplant.

00:19:12: Das ist nicht weit weg von Flora und diesem Flughafen.

00:19:15: Und das wird geplant von der Firma von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.

00:19:20: Gerade

00:19:20: dieses Projekt ist ja gerade echt viel in den Nachrichten, weil ... Beides aktuell zu richtig großen Protesten gegen die Regierung von Edirama führt.

00:19:29: Und die Flamingos, die da bedroht sind, sie sind zum Symboltier dieser gesamten Bewegung geworden.

00:19:35: Man spricht schon von der Flamingo-Revolution und mit der solidarisiert sich übrigens auch leer IP.

00:19:41: Die meint man muss in Albanien nicht dieselben Fehler machen wie Westeuropa vor dreißig vierzig Jahren gemacht hat also besser auf sanftes Wachstum setzen und auf nachhaltigen Tourismus.

00:19:53: Diese Proteste sind für mich jetzt auch so ein AHA-Erlebnis gewesen, die zeigen einem ja auch dass es da durchaus eine Umweltbewegung gibt im Land.

00:20:00: Da war ich mir letztes Jahr nicht so sicher also das war mir nicht so präsent denn als wir durch Albanien gefahren sind lag da echt wahnsinnig viel Müll rum!

00:20:08: Nicht an den Hotelstränden aber an vielen anderen Stellen am Meer und am Straßenrand selbst in einer kleinen sehr hübschen Ruine und ansonsten super idyllischen Kap von Rodon.

00:20:18: Wo ist das?

00:20:19: Das ist nördlich von Doris, wo ich diese Zikaden aufgenommen habe.

00:20:23: Da führt dann so eine Schlaglochpiste hin und wir fahren da so hin und plötzlich kriegt er diese Schildkröte über die Straße.

00:20:29: Da hab' ich natürlich voll in die Eisen gestiegen zum Glück Fuhrergarten.

00:20:32: Niemand hinter mir!

00:20:33: Was sieht man denn noch aus der Schild kröten und so einer alten

00:20:37: Festung?!

00:20:38: Es gibt ja ne kleine Kirche Sankt Anton mit ganz hübschen Fresken Und es gibt ein Restaurant am Strand mit ner Terrasse.

00:20:45: Das Besondere dort ist, man kann auch in den Gängen sitzen die so in den Berg hineingebaut sind.

00:20:51: Das ist nämlich eine Befestigungsanlage gewesen.

00:20:54: und was du auch am Cup von Rodon siehst... sind diese pilzförmigen Mini-Bunker, die Elnwa Hodja im ganzen Land hat bauen lassen.

00:21:03: Ja da ist er wieder!

00:21:05: Das ist echt eine total verrückte Geschichte.

00:21:08: Hodja war nicht nur grausam, der muss total paranoid gewesen sein und der hat für den Fall einer Invasion des Westens im gesamten Land diese pilzwörmigen Minibunker mit Schießscharten bauen lassen.

00:21:22: sie stehen wirklich überall.

00:21:25: man schätzt das es um Vorsicht, siebenhundertfünfzigtausend Stück waren.

00:21:30: Also damit sollte dann im Notfall das ganze Volk zur Armee werden und das Land verteidigen.

00:21:36: Und die stehen wirklich überall.

00:21:38: Das sind ganz viele noch da.

00:21:41: Und teilweise wirkt es wie ein Freiluftmuseum oder Sie stehen halt einfach so.

00:21:46: Ich weiß noch, wir haben damals einen Irgendwie haben wir das mitgebracht.

00:21:50: Das war ein Aschenbecher in Form eines Bunkers, also die werden jetzt auch vermarktet

00:21:56: quasi

00:21:57: weil sie so was habe ich noch nie gesehen und Sie wären zum Teil auch umgenutzt als Restaurant oder Tattoo-Studio.

00:22:05: In manchen kann man es sogar übernachten aber die sind wirklich klein.

00:22:08: Also da ist Fantasie gefragt wenn man aus denen irgendwas anderes machen möchte

00:22:12: Ein Tiny House

00:22:13: sozusagen.

00:22:15: Was habt ihr sonst so für Unterkünfte gehabt?

00:22:17: Beziehungsweise, was habt ihr überhaupt für Unterköpfe gehabt.

00:22:20: Ihr habt ja nicht im Mini-Bunker übernachtet, nehm ich an!

00:22:23: Also wir hatten in Doris einfach ein Hotel, sogar alles Hotel wo sie uns da mehr nur eine Nacht geschlafen und dann sind sie schnell zur Bäcker gegangen.

00:22:31: damit wird etwas Frühstücken konnten also ob wir frisches Brot bekommen.

00:22:36: Und dann in einem Apartment bei einer Familie in Wuno.

00:22:40: Wuno ist relativ weit im Süden.

00:22:43: Da sind wir einen Tag lang die Küstenstraße gefahren, mit irren Ausblicken vor allem vom Yogara-Pass.

00:22:50: Das ist so ein Wahnsinnserlebnis!

00:22:52: Bei uns ging der Blick gar nicht soweit weil da so Wolken hängen.

00:22:55: Es war trotzdem irre und es sind wahnsinnzebten.

00:22:58: Tienen und das ist schon super.

00:23:01: Und Wuno ist eigentlich ein relativ unspektakuläres Dorf an der Straße.

00:23:06: also da sind rund um viel bekanntere Orte wie Dermi oder Himare.

00:23:11: Aber wie uns hat sehr gefallen in unserem Dorf und mittendrin, in so einer Kurve liegt Kneipe-und-Dorfladen in einem.

00:23:19: Und da gab es Brot, Honigtee, Butter, Eier ... Die Basics, die konntest du dort kaufen?

00:23:25: Dann sind wir jeden Morgen hingegangen, ich hab da mein Kaffee getrunken und die anderen da in Saft.

00:23:32: Ich war immer die einzige Frau.

00:23:34: Interessant!

00:23:35: Die Herren um uns schon teilweise beim Schnaps.

00:23:40: Und unser Sohn völlig begeistert oder erstaunt, weil wirklich jedes Auto da zerbeut war.

00:23:47: Also das war wirklich ein Schauspiel und uns hat das immer wieder so gefallen, es war so skurril.

00:23:56: Man hätte da eine Terrasse mit tollem Blick Richtung Meer bauen können in dieser Kehre.

00:24:01: Stattdessen haben sie quasi Das Lager dieser Kneipe so gebaut, auch die Fenster waren so verklebt.

00:24:08: Also man konnte da gar nicht runtergucken sondern die saßen alle zur Straße hin

00:24:14: um Autos zu gucken

00:24:16: und an dieser Straße kommen halt alle vorbei.

00:24:18: also es war ein lustiges Schauspiel.

00:24:22: Und mehr zu tollen Unterkünften in Albanien findet ihr in Jessica's Geschichte im nächsten Mehreren.

00:24:28: Aber jetzt stellen wir euch noch einmal den aktuellen Mehrern vor.

00:24:32: Kavathema ist Sommer in den Alpen.

00:24:35: Meine große Schweizrunde, es eine der großen Reportagen darin.

00:24:40: Eva Bieringer war im Salzkammergut unterwegs unter anderem am Traunsee und am Fuschelsee.

00:24:45: Wiebke Helfrich hat die Alpen überquert und zwar auf einer eher unbekannten sehr langen Route von Salzburg

00:24:51: bis Trieste.

00:24:53: Außerdem Im Heft unser Gourmet Guide durch München und die besten Brauereien Gaststätten- und Biergärten Ein Musik- und Kulturtrip durch Liverpool, Best of Tenerife.

00:25:04: Und der Zauber der Ionischen Inseln Corfu, Kefalonia & Zakkintos.

00:25:09: Das Heft bekommt ihr unter anderem unter shop.jalac.de.

00:25:14: slash merian slash.

00:25:16: Für unsere Hörerinnen und Hörern haben wir noch ein Spezialangebot Ihr erhaltet von ca.

00:25:21: twenty-fünf Prozent Rabatt auf den regulären Kioskpreis Geht dazu einfach auf merian.de Audio und ihr erhaltet sechs Ausgaben Merian direkt nach Hause geliefert.

00:25:33: Und jetzt wieder zurück an die Küste, Albanien hat mehr als vierhundert Kilometer Küste oben die Adria und im Süden so etwa um Flora beginnt die albanische Riviera.

00:25:47: da liegt auch Wuno unterliegen auch bekanntere Orte.

00:25:50: etwa habe ich schon erwähnt das wunderschöne Fischerstädtchen namens Himare.

00:25:55: Da merkst du dann auch schon so mehr die Nähe zum südlichen Nachbarn Griechenland.

00:26:00: Landschaftlich und auch kulinarisch, also diese Platten mit frischen Fisch- und Gemüse ... Die sehe ich noch vor mir!

00:26:07: Wir wollten da eigentlich auch hin aber man ist ja auf Albaniens Straßen durchaus mal länger unterwegs gerade eben wenn es bergiger wird, da können hundert Kilometer auch gerne mal vier Stunden Fahrt bedeuten.

00:26:17: Locker locker... Also wir sind hier nicht ganz die komplette Strecke gefahren und waren wie gesagt einen ganzen Tag unterwegs.

00:26:23: Eines der urbanen Zentren dieser Revial ist die Stadt Zaranda und in der Nähe davon die Ausgrabungsstätte Butrind, die gehört zum UNESCO-Welterbe.

00:26:32: Und da waren wir auch eine Castquelle namens Blue Eye.

00:26:36: Die ist wirklich so türkis und so ganz kalt!

00:26:40: Da war eine Menge los – sehr buntes Treiben, ich weiß noch mittendrin ein langberthiger Hippie der von allen bestaunt wurde und da gar nicht mehr raus wollte.

00:26:49: Und wahrscheinlich dachte ich, das Blu-Ei ist ein Jungbrunn!

00:26:52: Es gibt also viele tolle Flüsse in Albanien.

00:26:55: Am bekanntesten ist die Vjosa – das gilt so als letzter Wildfluss Europas.

00:27:04: Und auch da tiefes Türkees, gerahmt von Kiesbetten.

00:27:08: Es gibt aber auch richtig knallgrüne Gebirgsflüsse in denen man auch total schön schwimmen kann.

00:27:13: Wir waren mal unterwegs zu einer Badesstelle und mussten da eine nicht mehr so ganz tauffrische Hängebrücke überqueren.

00:27:18: Da fehlten an einigen Stellen schon ein paar Planken.

00:27:21: Du weißt ja ich bin kein großer Fan von Höhen.

00:27:23: Das ist Albaniens ganz große Stärke.

00:27:26: das Unperfekte immer wieder Überraschende.

00:27:29: Ich hab ja mein Flusserlebnis anfangs schon gespeilert.

00:27:33: Das war echt wie im Film!

00:27:34: Also wir waren auf der Rückreise von Bruno, haben dann erst am Blu-Ei gestoppt und in der Stadt Girocasta – auch die gehört zum Unesco Weltärbel – liegt in einem Tal, grün von einer Burg und darunter am Hang eine sehr sehenswerte Altstadt.

00:27:51: Auch dazu noch ein Literatur-Tipp, Ismael Kadare.

00:27:54: Verstorben erst vor zwei Jahren.

00:27:56: sehr wichtige literarische Stimme Albaniens und seine Chronik in Stein, die setzt seiner Kindheit in Jirokastan, denk mal.

00:28:03: Also Fahrt hin wenn möglich?

00:28:06: Ja, dann waren wir im Abendlicht auf der Fahrt nach Tirana.

00:28:09: das geht einfach so ziemlich gerade von Süden nach Norden Und dann steht da auf diesem breiten Kiesufer.

00:28:15: ich glaube hieß DJ Zaragosta oder so ähnlich.

00:28:19: Wir sind erst vorbei gefahren Und dann haben wir uns angeguckt und zu gesehen, was ich gesehen habe.

00:28:25: Dann sind wir umgekehrt!

00:28:27: Der hat sich total gefreut.

00:28:29: Sie war wahrscheinlich seinen einzigen Kunden an dem Tag?

00:28:31: Ja es war irre weil die Sonne stand schon tief.

00:28:34: Das war unglaublich.

00:28:36: Da haben wir mit Cola und Eis und man freut sich doch mit Musik eingedeckt und mit dem Zararossa so ein bisschen gefachsimpelt und das uns total hängen geblieben.

00:28:47: Jetzt sind wir mit seiner Musik im Auto nach... Ich hab die Rana eingefahren.

00:28:52: Du weißt nicht zufällig, was ihr gehört habt?

00:28:54: Keine Ahnung!

00:28:55: Das waren so gebranntes Idee, ist dir da irgendwie wildes Zeug... Also

00:29:00: selbst gebrannt.

00:29:01: Genau und der hat auch getanzt dazu durchaus.

00:29:05: Ein sehr schönes Bild.

00:29:06: ich würde sagen das ist das perfekte Ende für unsere Albanienfolge.

00:29:09: Aber es gibt noch so viel zu erzählen.

00:29:11: Ja

00:29:12: ich habe sehr große Lust da wieder hinzufahren.

00:29:14: Wir reisen mit euch das nächste mal allerdings ganz woanders hin am zehnten Juli an einen Ort, der auch viel mit mehr zu tun hat.

00:29:22: Es geht nach Teneriffa!

00:29:24: Bis dahin

00:29:24: macht's gut tschüss.